Weimar, Blick aus einem Atelier, 1920

Weimar, Blick aus einem Atelier, 1920

Ausstellung

Max Peiffer Watenphul.
Maler des Bauhaus

 
Die Galleria Nazionale d’Arte Moderna e Contemporanea präsentiert die Ausstellung Max Peiffer Watenphul. Maler des Bauhaus, kuratiert von Gregor H. Lersch, Direktor des Museums Casa di Goethe, gefördert und organisiert von der Fondazione Max Peiffer Watenphul ETS.

Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Museo Casa di Goethe, mit freundlicher Unterstützung des Bauhaus-Archivs / Museum für Gestaltung in Berlin und unter der Schirmherrschaft der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland realisiert.

Die Direktorin des GNAMC, Renata Cristina Mazzantini, beschreibt die Ausstellung wie folgt: »Die Ausstellung bietet die wertvolle Gelegenheit, Watenphuls Werke neu zu entdecken, zusammen mit Meisterwerken einiger seiner Lehrer, darunter Kandinsky, Klee, Albers und Itten, die in der Sala Mondrian ausgestellt sind und zu den Sammlungen des GNAMC gehören. Sie unterstreicht zudem die historische Bedeutung der legendären Bauhaus-Schule, die ab 1919 einen unumkehrbaren Erneuerungsprozess in der Kreativität in Gang setzte.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht seine Rolle als Bauhaus-Maler, dessen Werk, verwurzelt in der interdisziplinären Erfahrung der Schule, sich in eine eigenständige und zutiefst originelle Richtung entwickelt.

Wie der Kurator Gregor H. Lersch betont: »Am Bauhaus, in einer Zeit radikaler Reformen und kollektiver Experimente, hielt Max Peiffer Watenphul konsequent an der Malerei als eigenständigem künstlerischem Medium fest. Sein Werk zeigt, wie sehr die Malerei ein integraler Bestandteil der künstlerischen Forschung der Schule war, und spiegelt ein von ihrem Gründer Walter Gropius formuliertes Grundprinzip wider: »nicht die Schaffung eines einheitlichen Stils, sondern die Entwicklung einer neuen Haltung gegenüber einer visuellen Moderne.«

Die Ausstellung, in der 80 Werke zu sehen sind, zeichnet den gesamten Werdegang des Künstlers nach: von seinen frühen Werken, über die Studienzeit am Bauhaus in Weimar bis hin zu italienischen Landschaften und Stillleben sowie der venezianischen Schaffensphase der Nachkriegsjahre, in der eine eigenständige Bildsprache heranreifte, die zur ausdrucksstärksten seines Schaffens zählt.

Zahlreiche Werke werden in der Ausstellung erstmals präsentiert. Von besonderer Bedeutung ist Peiffer Watenphuls frühestes bekanntes Ölgemälde aus dem Jahr 1917, Grace with Cat das die Schwester des Künstlers zeigt. Daneben sind Aquarelle zu sehen, die vor und während der Bauhaus-Zeit entstanden sind, darunter Stillleben mit Zitronen (1921), in dem eine Zitruspresse durch eine bewusst nüchterne Bildsprache als Designobjekt und Alltagsgegenstand dargestellt wird. Von besonderem Interesse ist zudem View of Il Pero (1970), eine toskanische Landschaft aus dem Spätwerk des Künstlers, in der Topografie und Farbgebung in stark reduzierter Form dargestellt werden. Die Ausstellung wird zudem durch Briefe und Dokumente aus dem Archiv des Künstlers bereichert, die ebenfalls bisher unveröffentlicht sind.

 


Zur Ausstellung erscheint ein zweisprachiger Katalog (Italienisch und Englisch), herausgegeben von Electa, mit einem Essay des Kurators Gregor H. Lersch sowie Texten von Riccardo Salvatori und Michael Semff.


 

Max Peiffer Watenphul.
Maler des Bauhaus

21. April 21 – 23. August 2026
Galleria Nazionale d’Arte Moderna e Contemporanea
Rom, Viale delle Belle Arti 131
gnamc.cultura.gov.it

Dienstag bis Sonntag: 9:00 – 19:00 Uhr
Letzter Einlass 45 Minuten vor Schließung