1896–1910

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Max Peiffer Watenphul mit seiner Mutter in Magdeburg, 1900
Max Peiffer Watenphul wurde am 1. September 1896 in Weferlingen bei Helmstedt geboren. Der Vater des Künstlers, Karl Josef Emil Peiffer, war ein typischer Westfale, groß, blond und ein begeisterter Jäger. Er stammte aus einer Apothekerfamilie in Neheim-Hüsten und besaß die Apotheke in Weferlingen. Die Mutter Anna, geborene Kux, kam aus einer Hugenottenfamilie aus dem Rheinland. Sie war eine schlanke, sehr elegante Frau mit dunklen Locken. Zur Geburt des Stammhalters schickte der Großvater aus der westfälischen Heimat Neheim ein Telegramm: »zur Feier des Tages 160 Rebhühner geschossen«.

Die berufliche Familientradition der Peiffers nahm ihren Anfang mit einer Apotheke in Balve im Jahr 1790. Im Jahr 1832 gründete die Familie eine Apotheke in Neheim, genannt Biber-Apotheke, weil dort eine besondere Salbe hergestellt und verkauft wurde, Platzhalterbild
Die Apotheke in Neheim-Hüsten
die man aus dem Fett der Biber gewann, welche damals noch an der Ruhr vorkamen. Max war ein zartes Kind und häufig krank. Er hing sehr an seiner Mutter. Ein kleiner Bruder starb noch in frühester Kindheit. Dann erkrankte der Vater, die Apotheke musste verpachtet werden, und die kleine Familie zog nach dem Kurort Wernigerode im nahen Harz, wo der Knabe die Schule besuchte.

Im Jahr 1903 starb der Vater, sein Verlust war ein großer Schmerz für den Jungen, er sprach noch oft im Alter davon. Als er zehn Jahre alt war, schenkte ihm die Mutter eine Schachtel mit Ölfarben, und Max begann zu malen: Bäume, Gärten und Friedhöfe. Er war tief beeindruckt von Böcklins Toteninsel, und sein erstes Bild Pan im Schilf war von diesem Maler inspiriert. Im Jahr 1906 heiratete die Mutter in zweiter Ehe Dr. phil. Heinrich Watenphul. Er stammte aus Kreuznach an der Nahe und war Oberlehrer am Gymnasium in Quedlinburg, wo der Junge nun die Schule besuchte. 1907 wurde sein Halbbruder Heinz Watenphul geboren.